Bau und Erweiterungen

Bereits zur Gründung unseres Vereins im Jahr 1977, wurde in der Satzung ein ganz besonderes Ziel verankert: Der Bau einer Sternwarte. Zum einen um den Mitgliedern ein von Städten abgelegenes und trotzdem komfortables Beobachten zu ermöglichen, zum anderen um interessierten Laien die Besonderheiten des Universums zu zeigen.

Die wichtigste Frage stellte sich gleich zu Beginn der Planung: Welchen Standort sollten wir für die Sternwarte wählen? Er musste folgende Kriterien erfüllen: ausreichende Dunkelheit, fernab von größeren Industrieansiedlungen, passende Grenzgröße im Zenit, Horizonthelligkeit, Rundumsicht und eine gute Verkehrsanbindung.

Als geeigneter Platz stellte sich – nach zahlreichen nächtlichen Ausflügen und Testbeobachtungen – der 586 m hohe Peterberg im nördlichen Saarland heraus. Dort wurde schnell ein Grundstück mit ca. 6000 m² Größe gefunden.
Am 5. Mai 1993 begann die Rodung des Bauplatzes, kurze Zeit später folgte der Aushub der Fundamente. Da die finanziellen Mittel des Vereins von einem Projekt diesen Außmaßes immer wieder bis an die Grenzen ausgeschöpft werden, mußte der Baufortschritt mehrfach kurze Zangspausen einlegen.

Rohbau mit Haupkuppel

Rohbau mit Haupkuppel

Durch entsprechende Spendenaktionen und vor allem durch das handwerkliche Geschick und die Tatkraft der Vereinsmitglieder konnte es jedoch immer wieder weitergehen. Bis Ende 1996 konnten wir den Rohbau fertigstellen. Innenausbau, Verputz und “letzte” Feinheiten nahmen dann nochmal ein Jahr in Anspruch.

Am 9. September 1997 war es dann endlich soweit: Nach vierjähriger Bauphase steht Amateurastronomen und interessierten Laien aus Saarland un Umgebung erstmals eine Sternwarte mit regelmäßigen Veranstaltungen zur Verfügung. Eigentümer und Betreiber ist der Verein der Amateurastronomen des Saarlandes. Seit ihrer Errichtung ist die Sternwarte Peterberg Zentrum unserer Vereinsaktivität.

Sternwarte Peterberg, 1999

Der Findling im Vordergrund markiert den 7. Längengrad

Nicht zuletzt wegen dem am Anfang sehr großen Vortragsangebot (Veranstaltungen an jedem Freitag und Samstag) wurde die Sternwarte schnell zu einem Publikumsmagnet. Mit bis zu 3000 Besuchern in den ersten Jahren konnte eine restliche Schuldenlast schnell getilgt werden, der aktive Kern der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder geriet jedoch an die Grenzen des Machbaren.

Das grundlegende Veranstaltungsprogramm wurde neu durchdacht und organisiert. Dabei entwickelten wir die Idee für einen Erweiterungsbau mit zweiter Kuppel. Durch den neu gewonnenen Platz können wir den öffentlichen Führungsbetrieb besser vom Vereinsleben trennen.

Mit Erweiterungsbau und Südkuppel

Mit Erweiterungsbau und Südkuppel

Ende April 2003 begannen die Arbeiten zum Erweiterungsbau – und wurden innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Der Clubraum, vorher im östlichen Seitenflügel wurde in den Anbau verlegt – der ehemalige Clubraum wurde zum Ausstellungs und Kassenraum. Zur bestehenden Nordkuppel kam eine zweite Kuppel mit 3,5 Meter Durchmesser dazu. Zudem wurde der Außenbereich komplett überarbeitet, durch einen gepflasterten Beobachtungsplatz mit fest montierter Säule ergänzt (östlich vom Anbau) und der Vorplatz begrünt.

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